Hausbau von A-Z

Bauzeitplan - Bauablauf
  • Das wichtigste Instrument für einen geordneten Bauablauf ist der Bauzeitplan. Der Bauzeitplan ist eine chronologische Auflistung der einzelnen  Arbeitsschritte. Der Ablauf erfolgt in der Reihenfolge  der aufeinander aufbauenden Arbeitsschritte.
  • Die Zeiteinheit für die erforderlichen Arbeiten sind die „Arbeitstage" die man braucht, um die jeweilige Arbeit fertig zu stellen. Die jeweilige Arbeit wird mit „Anfang und Ende„ des Kalendertages unterlegt.
    Ein Beispiel aus dem hier untenstehenden Bauzeitplan für das Musterhaux XY: Dachstuhl - Dauer - 8 Tage - Beginn 17.11- Ende 26.11.2015
  • Der Bauzeitplan wird vor Baubeginn  vom Bauleiter der Baustelle erstellt. Natürlich ist fachliche Erfahrung notwendig um den Bauzeitplan auch mit den notwendig  technisch richtigen Abläufen und den auf der Baustelle umsetzbaren Zeitvorgaben zu hinterlegen. Unrealistische Arbeitsabläufe und Zeitvorgaben lösen Chaos aus.
  • Alle ausführenden Firmen erhalten mit dem Auftrag den Bauzeitplan und verpflichten sich diesen einzuhalten. Nur wenn alle Handwerker Ihre Zielvorgaben kennen und diese im Stande sind , sie auch einzuhalten, ist es möglich die Bauarbeiten zum vereinbarten Termin fertigzustellen.
  • Ohne wöchentliche Kontrolle des Leistungsstandes ist die Einhaltung des Endtermins jedoch nicht möglich. Bei Störungen im Bauablauf, wie zB. durch schlechtes Wetter, sind geeignete Maßnahmen zu setzen (zb. Überstunden) um die verlorenen Zeit bei unverändertem Fertigstellungstermin wieder aufzuholen.
  • Die fachliche Kompetenz des Bauleiters sowie des ausführenden Handwerkers ist die Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Bauablauf. Werden Arbeiten  auf der Baustelle von Personen ausgeführt die diese Qualifikation nicht besitzen sind Probleme, Mängel und Mehrkosten vorprogrammiert!

Zum besseren Verständnis und zur Veranschaulichung, hier ein Bauzeitplan für das Musterhaus XY:

Finanzierung

Setzen wir an, beim Abschluss des Kaufvertrags für ein Grundstück, ein Haus oder beides, was ein einer der wichtigsten Schritte für den Bauherrn ist. Nach der Unterschrift sind vertragliche Vereinbarungen nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb muss der Inhalt gründlich geprüft werden, zumal der Vertrag den Bauherrn über Jahre hinweg finanziell bindet. Bei Immobilienverträgen muss von gesetzlicher Seite ein Notar hinzugezogen werden, der als unabhängige Instanz sowohl zum Schutz des Käufers als auch des Verkäufers tätig wird. Der Kaufvertrag muss zu folgenden Punkten Aussagen enthalten:

  • Die Grundstücksbeschreibung ist eine Auflistung von Lage, Größe, Bebauung und der im Grundbuch eingetragenen Belastungen und ihrer Übernahme oder Anrechnung auf den Kaufpreis.
  • Zum Kaufpreis gehört die genaue Festlegung über Höhe, Termine und Modalitäten der Zahlungen.
  • Die Nutzungs- und Lastenübergabe beinhaltet die genaue Festlegung des Zeitpunktes, an dem die Nutzung und die Lasten des Grundstücks auf den Käufer übergehen.

Wie sieht’s nun mit dem Finanzierungsplan, und der Wohnbauförderung aus?

Weiter unten geht’s zu allen wichtigen Infos bezüglich Finanzierungsplan und Wohnbauförderung

Finanzierung - Finanzierungsplan
  • Beim Finanzierungsplan handelt es sich um Gesamtfinanzierung nebst der Belastung. Die Gesamtfinanzierung ist die Vollfinanzierung aller Kosten. Dazu gehören der Kaufpreis, die Erstellungs- sowie die Nebenkosten.
  • Die Vorfinanzierung ist die Finanzierung von Baumaßnahmen mit kurzfristigen Darlehen, deren Ablösung zu einem späteren Zeitpunkt mit langfristigen Darlehen erfolgen soll. Die weitere Finanzierung ist im Gegensatz zur Zwischenfinanzierung noch nicht sichergestellt. Außerdem, trotz einer vorherigen genauen Prüfung bedarf es vielfach einer Nachfinanzierung. Erst nach Erforschen der Ursachen und nach detaillierter Kontrolle der verbliebenen und zur Fertigstellung notwendigen Mittel sollte sich der Bauherr zur Nachfinanzierung entschließen.
  • Als Bestandteil eines jeden Darlehensantrages ist der Finanzierungsplan an keine Formvorschrift gebunden. Er enthält das Eigenkapital (Eigenmittel), die Eigenleistung und die einzelnen Darlehen.
  • Bei den Eigenmitteln handelt es sich um alles angesparte Guthaben, Wertpapiere, Bargeld und Vermögenswerte (zum Beispiel Grundstück), die zur Immobilienfinanzierung zur Verfügung stehen. Fremdkapital auf der anderen Seite, umfasst alle Finanzierungsmittel, die als Kredite oder langfristige Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Das Fremdkapital ("Schulden") wird ermittelt durch die Subtraktion des Eigenkapitals von den Gesamtkosten. Die Gegenüberstellung von Vermögen einerseits und den Eigen- und Fremdleistungen andererseits charakterisiert eine Bilanz.
  • Eigenleistung heißen alle Bau- und Baunebenleistungen, die der Bauherr selbst erbringt und die zu Unternehmerpreisen bewertet werden. Damit können Baukosten eingespart werden. Eigenleistung wird bei der Kreditvergabe bis zu einem gewissen Prozentsatz wie Eigenkapital behandelt. Der Wert der eigenen Arbeitsleistung des Bauherrn bei der Errichtung des Gebäudes gehört nicht zu den abschreibungsfähigen Herstellungskosten, die über die Werbungskosten beziehungsweise bei Eigennutzung wie Sonderausgaben steuermindernd berücksichtigt werden.
  • Bei den Darlehen unterscheidet man
    • Arbeitgeberdarlehen: das sind Kredite, die der Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Wohnungsfürsorge seinen Betriebsangehörigen zur Finanzierung eines Bauvorhabens oder Wohnungs- beziehungsweise Hauserwerb zinsverbilligt oder zinslos gewährt.
    • Bauspardarlehen: Wird für einen Bausparvertrag der Mindestbetrag angespart, kann der Vertrag nach einer gewissen Wartezeit zugeteilt werden. Der Bausparer erhält dann die Bausparsumme ausgezahlt. Das Bauspardarlehen bemisst sich aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und den Bauspareinlagen.
    • Unter Festdarlehen versteht man Darlehen, die zu dem vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermin als Gesamtsumme zurückzuzahlen sind. Die Zinsen sind jedoch in der Regel während der Laufzeit des Darlehens zu zahlen.
    • Das Fälligkeitsdarlehen ist eine Form der Kreditvergabe mit besonderer Rückzahlungsvereinbarung im abgeschlossenen Kreditvertrag: Es wird einerseits ein fester Tilgungssatz festgeschrieben, andererseits die Fälligkeit der Darlehensrestschuld zu einem festen Termin bestimmt. Es bedarf dann keiner zusätzlichen Kündigung des Darlehens. Der Kredit ist somit zu einem beiden Vertragspartnern im Voraus bekannten Termin fällig.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Finanzierung - Wohnbauförderung

Gefördert wird die Errichtung von Eigenheimen durch die Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zinsenzuschusses.
Wer wird gefördert?

Förderbar sind grundsätzlich jene Personen, die Eigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sind, das geförderte Eigenheim mit Hauptwohnsitz beziehen und ihre bisherigen Miet- und Eigentumsrechte der letzten fünf Jahre aufgeben.

Einkommensgrenzen

Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus der Summe der Einkommen des Förderungswerbers und des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten, Lebensgefährten oder eingetragenen Partners und darf folgende Einkommensgrenzen nicht übersteigen:
Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus den Bruttoeinkünften abzüglich der Werbungskosten (z.B. Sozialversicherung, Pendlerpauschale etc.) gemäß § 16 Einkommensteuergesetz 1988 und der einbehaltenen Lohnsteuer.
Familienbeihilfe, Unterhaltszahlungen für Kinder, gesetzlich geregelte Waisenrenten, Pflegegelder und Abfertigungen zählen nicht zum Einkommen.

Die Förderung wird um 25 Prozent, 50 Prozent bzw. 75 Prozent reduziert, wenn die Einkommensgrenzen um höchstens 10 Prozent, 20 Prozent bzw. 30 Prozent überschritten werden.

1 Person 37.000 Euro
2 Perosnen 55.000 Euro
 Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt ohne Einkommen zusätzlich 5.000 Euro
 Alimentationsverpflichtungen pro Kind zusätzlich 5.000 Euro

Einkommensnachweise

  • Arbeitnehmer, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt sind: Lohnzettel bzw. Einkommensteuerbescheid gemäß Arbeitnehmerveranlagung
  • Zur Einkommensteuer veranlagte Personen: Letzter Einkommensteuerbescheid
  • Landwirte: Letzter land- und forstwirtschaftlicher Einheitswertbescheid
  • Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfeu.dgl., Bestätigung über den Bezug von Arbeitslosengeld
  • Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, müssen ununterbrochen und rechtmäßig mindestens fünf Jahre in Österreich ihren Hauptwohnsitz haben und Einkünfte beziehen, die der Einkommensteuer in Österreich unterliegen oder auf Grund der Ausübung einer Erwerbstätigkeit Beiträge an die gesetzliche Sozialversicherung in Österreich entrichtet haben und nunmehr Leistungen aus dieser erhalten (§ 6 Abs. 9 Oö. WFG 1993 i.d.F. LGBl.59/2013) sowie innerhalb der letzten fünf Jahre 36 Monate lang oben genannte Leistungen oder Einkünfte bezogen

Was wird gefördert?

Die Errichtung von Eigenheimen mit maximal zwei Wohnungen.

Die Errichtung einer zweiten Wohnung innerhalb von 10 Jahren ab Datum der ursprünglichen Baubewilligung des Eigenheims.

Das Ansuchen ist von der Eigentümerin bzw. vom  Eigentümer der Liegenschaft einzureichen.

Jede Wohnung muss eine Mindestgröße von 80 m² aufweisen.

Wie wird gefördert?

  • Zinsenzuschüsse zu einem Hypothekardarlehen der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren oder
  • Einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 6 % des geförderten Hypothekardarlehens

ACHTUNG: Eine Antragstellung für diese Förderung ist nur bis zum  31.12.2016 möglich

Niedrigenergiehaus 50.000 Euro
Niedrigstenergiehaus 53.000 Euro
Minimalenergiehaus 61.000 Euro

Konkrete Erläuterungen zum Niedrig-, Niedrigst- bzw. Minimalenergiehaus finden Sie in der "Bauteilbeschreibung Neubau" im Antragsformular.

Errichtung einer zweiten Wohnung

(innerhalb von 10 Jahren ab Datum der Baubewilligung für die 1. Wohnung)
Das geförderte Hypothekardarlehen beträgt höchstens 20.000 Euro bei der Errichtung einer zweiten Wohnung, wenn sie innerhalb von 10 Jahren ab Baubewilligung errichtet wird. Die zweite Wohnung muss mit Hauptwohnsitz von nahestehenden Personen im Sinne des § 2 Z. 14 Oö. WFG 1993 bewohnt werden (Verwandte in gerader Linie einschließlich der Wahlkinder, Verwandte im zweiten Grad der Seitenlinie, Verschwägerte in gerader Linie und Verschwägerte im zweiten Grad der Seitenlinie). Die Anweisung der Zinsenzuschüsse bei der zweiten Wohnung erfolgt erst nach Nachweis des Bezugs mit Hauptwohnsitz.
Die Wohnung hat eine Mindestgröße von 80m² aufzuweisen. Für die Errichtung einer zweiten Wohneinheit gibt es keine zusätzlichen Steigerungsbeträge (Kinder, Barrierefreiheit, Ökobonus).

Steigerungsbeträge

Zusätzlich zum Sockelbetrag werden Steigerungsbeträge gewährt:

  • Kinder:
    Das geförderte Hypothekardarlehen erhöht sich um 12.000 Euro für jedes Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung mit Hauptwohnsitz im gemeinsamen Haushalt des Förderungswerbers lebt, wenn der/die Grundeigentümer/in oder der/die Ehegatte/in für das Kind Familienbeihilfe bezieht. Für Kinder, die innerhalb von fünf Jahren ab Datum der Zusicherung geboren werden, kann der Förderungsnehmer eine Erhöhung des geförderten Hypothekardarlehens um 12.000 Euro beantragen. Die Zuzählung dieses Betrages erfolgt jedoch vermindert um die seit Laufzeitbeginn fiktiv angefallenen Kapitaltilgungsbeträge bei angenommener gleichzeitiger Auszahlung beider Darlehensverträge. Die ursprüngliche Darlehenslaufzeit wird durch diese Aufstockung nicht verändert.
  • Barrierefreiheit:
    Das geförderte Hypothekardarlehen erhöht sich um 3.000 Euro, wenn das Eigenheim barrierefrei errichtet wird.
    Für barrierefreies Bauen sind folgende Kriterien zu beachten und zu erfüllen:
    • Der Zugang zum Wohnhaus, zum Wohnschlafraum, zum WC, zur Dusche und zur Küche in der Eingangsebene muss barrierefrei errichtet werden.
    • Die Installationen im Sanitär- und Badbereich müssen so ausgeführt werden, dass eine nachträgliche rollstuhlgerechte Nutzung ohne weitergehende bauliche Maßnahmen möglich ist.
    • Eine nachträgliche Verlegung von Sanitäranschlüssen und Leitungen darf nicht erforderlich sein. Diese Nutzungsmöglichkeit ist mit einem maßgenauen Detailplan nachzuweisen.
    • Die Türen müssen eine Durchgangslichte von mindestens 80 cm haben.
  • Verwendung ökologischer Dämmstoffe:
    Werden ökologische Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, so erhöht sich das geförderte Hypothekardarlehen um 8.000 Euro. Sämtliche Außenbauteile (Außenwand, oberste Decke/Dach, Kellerdecke, erdanliegender Boden – ausgenommen erdberührende Dämmung) müssen zu 100 % mit nachwachsenden ökologischen Dämmstoffen versehen werden. Zusätze gegen Feuer, Wasser und Schädlinge sowie Stützfasern sind zulässig. Nachwachsende ökologische Dämmstoffe sind z.B. Flachs, Hanf, Holzfaser, Schafwolle, Stroh, Zellulose und Kork. Die Wärmeleitfähigkeit muss ≤ 0,06 W/mK sein (Lambda-Wert).

Förderungsvorgang

Energiesparende Bauweise

Der Nachweis über die Energiekennzahl erfolgt durch einen kostenlosen energetischen Befund des O.Ö. Energiesparverbands.
Zu diesem Zweck senden Sie bitte die "Bauteilbeschreibung Neubau" (siehe Antragsformular), eine Kopie Ihres Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den OÖ Energiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz.

Tipp: Senden Sie die Unterlagen an den OÖ Energiesparverband wenn möglich bereits vor Ihrer Antragstellung bei der Abteilung Wohnbauförderung. Wenn der energetische Befund bereits bei Antragstellung vorliegt, verkürzt sich die Bearbeitungszeit in der Abteilung Wohnbauförderung wesentlich!

Vorzeitiger Baubeginn

Mit dem Bau darf erst nach Erteilung des vorzeitigen Baubeginns durch die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, begonnen werden. Voraussetzung ist ein vollständig ausgefülltes und mit allen erforderlichen Unterlagen versehenes Ansuchen.
Es erfolgt eine fördertechnische und energietechnische Überprüfung, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Sollten Fragen diesbezüglich auftauchen, wird die Abteilung mit der Förderungswerberin bzw. mit dem Förderungswerber in Kontakt treten.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Zustimmung zum Baubeginn keinen Rechtsanspruch auf die Förderung begründet.

Förderungszusicherung

Die Bewilligung und die Förderungszusicherung erfolgen nach Maßgabe der vorhandenen Mitteln.
Voraussetzung für die Auszahlung des Hypothekardarlehens ist die grundbücherliche Sicherstellung und Fertigstellung des Rohbaus mit Bedachung.
Die Auszahlung des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses erfolgt nach Bezug des geförderten Eigenheims, Aufgabe der bisherigen Wohnrechte und Erfüllung aller energetischen Auflagen.

Voraussetzungen der Darlehensauszahlungen

Die Oö. Landesbank Aktiengesellschaft wird von Ihnen folgende Unterlagen anfordern:
Rohbaubestätigung (mit Dach); Ausstellung erfolgt durch die Gemeinde.
Rücksendung des gerichtlich oder notariell beglaubigten Schuldscheines.
Der Oö. Landesbank Aktiengesellschaft bleibt es unbenommen, weitere erforderliche Nachweise, vor allem im Hinblick auf die Absicherung des Darlehens, zu verlangen.

Rückzahlung

Die Laufzeit beträgt 30 Jahre.
Durch die Zinsenzuschüsse des Landes Oberösterreich ergeben sich für den/die Förderungswerber/in folgende Obergrenzen für die Verzinsung bzw. auf Basis dieser Obergrenzen folgende Rückzahlungsraten (Annuitäten in Prozent der ursprünglichen Darlehenshöhe):

Laufzeit Verzinsung (Zinsobergrenze) Annuität (Zinsen und Tilgung)
1. bis 5. Jahr 1% 1,5%
6. bis 10. Jahr 2% 3%
11. bis 15. Jahr 4% 5%
16. bis 20. Jahr 5% 7%
21. bis 30. Jahr 6% 9,5%

Sollte der Basiszinssatz unterhalb der vom Land Oberösterreich garantierten Obergrenze liegen, verkürzt sich die Darlehenslaufzeit entsprechend. Nach Ablauf von 5 Jahren kann der Zinsenzuschuss neu bemessen werden, wenn sich z.B. das Einkommen oder das Zinsniveau in der Zwischenzeit wesentlich geändert haben. Die Zinsenzuschüsse können auch zur Gänze entfallen, wenn die Einkommensgrenzen, die die Voraussetzung der Förderbarkeit bilden, überschritten werden.

Beispiel Rückzahlungsrate:
Familie mit 2 Kindern, barrierefreies Niedrigenergiehaus
Darlehenshöhe 77.000 Euro

1. bis 5. Jahr 1,5% 96,25 Euro
6. bis 10. Jahr 3% 192,50 Euro
11. bis 15. Jahr 5% 320,83 Euro
16. bis 20. Jahr 7% 449,17 Euro
21. bis 30. Jahr 9,5% 609,58 Euro

Aus der Förderung erwachsen Ihnen nachstehende Verpflichtungen

  • Bezug des geförderten Eigenheims innerhalb von längstens drei Jahren ab Datum der Zusicherung.
  • Aufgabe sämtlicher Wohnungen (Miet- und Eigentumswohnungen), die in den letzten fünf Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt der Förderungszusicherung, bewohnt wurden, spätesten sechs Monate nach Bezug des geförderten Eigenheims.
  • Widmungsgemäße Verwendung, das heißt das Wohnobjekt muss vom Förderungsnehmer selbst mit Hauptwohnsitz bewohnt werden. Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben. Eine geförderte zweite Wohnung muss mit Hauptwohnsitz bewohnt werden.
    Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, erfolgt die Einstellung bzw. Rückforderung der Zinsenzuschüsse!
  • Bei Inanspruchnahme des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses sind die Förderungsauflagen analog der Hypothekardarlehensvariante für 30 Jahre einzuhalten. Bei Verkauf der Liegenschaft ist der Förderungsnehmer verpflichtet, den Umstand, dass das Eigenheim gefördert errichtet wurde, nachweislich mit dem Käufer zu kommunizieren.

Wichtige Hinweise

  • Jede Wohnung hat eine Mindestgröße von 80 m² aufzuweisen.
  • Eigenheime mit einer NEZ* von mehr als 45 kWh/m²a werden nicht gefördert.
    (NEZ* ist die Nutzheizenergiekennzahl ohne Einrechnung der Wärmerückgewinne aus Lüftungsanlagen).
  • Kohle, Heizöl und Elektroheizungen als Hauptheizsystem dürfen nicht verwendet werden.
  • Förderungsvoraussetzung ist der Einsatz eines der unter den Energiestandards (Konkrete Hinweise - siehe beiliegende "Bauteilbeschreibung Neubau") angeführten innovativen klimarelevanten Systeme als Hauptheizsystem.
  • Die Ökologischen Mindestkriterien sind einzuhalten (Konkrete Hinweise - siehe Antragsformular "Bauteilbeschreibung Neubau"). Es können jederzeit stichprobenartig Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Anforderungen durchgeführt werden.
  • Grundlagen für die Bewertung der Förderungshöhe bilden der energetische Befund, der diesem Befund zugrunde liegende Bauplan und die diesem Befund zugrunde liegende "Bauteilbeschreibung Neubau".

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nicht retourniert werden können.
Aktueller Grundbuchsauszug
Rechtskräftiger Baubewilligungsbescheid
Energetischer Befund des OÖ Energiesparverbands
Zu diesem Zweck senden Sie bitte die "Bauteilbeschreibung Neubau" (siehe Beilage), eine Kopie Ihres Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den OÖEnergiesparverband, Landstraße 45, 4020 Linz
Färbige Ausfertigung oder Farbkopie des baubehördlich genehmigten Bauplans
Einkommensnachweis für das vorangegangene Kalenderjahr der (des) Förderungswerber(s) und deren Ehegatten bzw. Lebensgefährten und eingetragene Partner. Der Nachweis ist zu erbringen durch Jahreslohnzettel, gegebenenfalls Einkommensteuer- bzw. Einheitswertbescheid, Bestätigung über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u.dgl.
Bestätigung des Finanzamts über den Bezug von Familienbeihilfe
Meldezettel(n)
Antragsteller, die nicht aus dem EWR-Raum stammen, haben den ununterbrochenen Aufenthalt in Österreich von mehr als fünf Jahren mittels Meldebestätigung(en) nachzuweisen und für diesen Zeitraum Einkommens- bzw. Leistungsnachweise von mindestens 36 Monaten vorzulegen.

Hinweis

Eine Bearbeitung ist nur dann möglich, wenn alle erforderlichen Unterlagen angeschlossen sind.
Abwicklung / Antragstellung
Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, zu richten.
Ab Erhalt der Darlehenszusicherung empfehlen wir, direkt mit der Oö. Landesbank Aktiengesellschaft (Tel. 0732/7639-0) das Einvernehmen herzustellen.
Für Fragen zur energiesparenden Bauweise, zum energetischen Befund, zur barrierefreien Bauweise sowie zu ökologischen Dämmstoffen und ökologische Mindestkriterien steht auch der OÖEnergiesparverband, 4020 Linz, Landstraße 45, Tel. 0800/205 206 kostenlos oder Tel. 0732/7720-14860 zur Verfügung.

Quelle: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/34819.htm

Finanzierung - Definition Kostenbegriffe

Um die Bedeutung und Wichtigkeit des Finanzierungsplans besser zu verstehen, muss man sich die Kostenbegriffe etwas genauer ansehen.

  • Baukosten heißen die Kosten für das Gebäude inklusive der gesamten Haustechnik, der Handwerkerleistungen und des Materials.
  • Die Herstellungskosten sind Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erstellung oder dem Erwerb einer Immobilie stehen. Dazu gehören Materialien, Handwerkerrechnungen, Kosten für Außenanlagen, Baunebenkosten, die Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Grundbucheintragungen, Notarkosten und der Kaufpreis.
  • Die Baunebenkosten umfassen alle Kosten, die über die Bau- und Grundstückskosten hinausgehen. Dazu zählen zum Beispiel Honorare, Gebühren, Anfahrtskosten, Bauversicherungs- sowie Finanzierungskosten. Sie machen etwa 14 bis 20 Prozent der Bausumme aus.
  • Geldbeschaffungskosten sind alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Kreditaufnahme und der Finanzierung stehen (zum Beispiel Darlehensgebühren, Provisionen für Finanzierungsvermittler, Gutachterkosten, Notar- und Grundbuchkosten und andere). Diese Kosten sind sofort abzugsfähige Werbungskosten, sofern sie vor dem Einzug anfallen.

Beim Umgang mit Kosten, ist die Bausparkasse eine wichtige Anlaufstelle. Es handelt sich hier um ein Kreditinstitut, das nach dem Abschluss von Bausparverträgen Einlagen (=  Guthaben, das eine Bank für einen Gläubiger verwaltet. Nach ihrer Art unterscheiden sich die Einlagen in täglich fällige Sichteinlagen, in Termineinlagen mit vereinbarter Frist und in Spareinlagen) entgegennimmt und seinen Bausparern aus dem angesammelten Kapital Bauspardarlehen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen zur Verfügung stellt.

Sonstige Begriffe die bei der Erstellung eines Finanzierungsplans von Bedeutung sein können sind

  • Festpreis: ist grundsätzlich zu zahlen, wenn ein Pauschalpreis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vertraglich vereinbart wurde.
  • Festzins: schreibt den Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum fest. Teilweise gilt für die gesamte Laufzeit eines Darlehens eine Festschreibung.
  • Grundschuld: ist die Belastung eines Grundstückes und dient in der Regel der Darlehenssicherung. Durch die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch haftet das Grundstück zur Zahlung des Grundschuldbetrages. Eine Grundschuld ist im Gegensatz zur Hypothek nicht an die Forderung des Gläubigers gebunden.
  • Hypothek: stellt die Belastung eines Grundstücks oder einer anderen Immobilie zur Absicherung einer Geldforderung dar. Meistens ist eine Bank der Gläubiger der Hypothek. Für den Fall, dass der Schuldner seiner Verpflichtung zur Tilgung nicht nachkommt, hat der Gläubiger das Recht, aus dem Grundstück (Pfandobjekt) eine bestimmte Geldsumme zu verlangen.
  • Pauschalpreise: sind absolute Festpreise. Mit einem derartigen Vertrag gehen Auftragnehmer und Auftraggeber bewusst das Risiko ein, dass Mehr- oder Minderleistungen entstehen, die nicht ausgleichspflichtig sind. Der Pauschalpreis gibt dem Bauherrn eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Planung der Baufinanzierung.
  • Kredit: wird in Form eines Darlehens (Fälligkeitsdarlehen), eines Zahlungsaufschubs oder einer sonstigen Finanzierungshilfe durch einen Vertrag gewährt oder versprochen.
  • Laufzeit eines Baudarlehens hängt normalerweise von der Höhe des Tilgungssatzes und der Höhe des Nominalzinssatzes ab. Die Tilgungsrate stellt die gesamte Belastungsrate, das heißt Zins und Tilgung dar, während der Nominalzinssatz denjenigen Betrag angibt, der tatsächlich per annum zu zahlen ist.
  • Zins: bezeichnet den Preis für die Überlassung von Kapital. Über die Höhe des Zinses bestimmen Angebot und Nachfrage.
  • Nominalzins: bezeichnet jenen Zins beziehungsweise Zinssatz, mit dem die Nominalschuld zu verzinsen ist. Da die Nominalschuld nur einen Bestandteil der Gesamtbelastung darstellt, ist der Effektivzins die geeignete Maßzahl für den tatsächlichen Preis eines Kredits.
  • Verzugszinsen: sind Zinsen, die einem Darlehensnehmer vom Darlehensgeber in Rechnung gestellt werden können, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
  • Tilgung: nennt sich die regelmäßige Rückzahlung eines aufgenommenen Darlehens, die in Raten erfolgen kann.
  • Vorfälligkeitsentschädigung: wird fällig, wenn ein Darlehensnehmer ein fest konditioniertes Darlehen ohne Kündigungsrecht dem Darlehensgeber vorzeitig zurückzahlt.
  • Schlussrechnung: erfolgt nach Vollendung des Bauwerks. In der Schlussrechnung ist der Bauunternehmer verpflichtet, eine nachprüfbare, detaillierte und nach einzelnen Positionen gegliederte Abrechnung seiner Leistungen vorzulegen. Architekt und Bauherr prüfen die Schlussrechnung sorgfältig.
  • Schlusszahlung: Ist die Schlussrechnung geprüft, leistet der Bauherr die Schlusszahlung. Es empfiehlt sich, diese letzte Zahlung deutlich als Schlusszahlung zu benennen. Danach haben die bauausführenden Unternehmen und Handwerker 24 Tage Zeit, Vorbehalte anzumelden. Nach Ablauf dieser 24 Tage können die Unternehmen keine weiteren Forderungen geltend machen.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen

Auf Nachhaltigkeit beim Bauen zu achten ist nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch schlau. Das heißt, es ist gut für die Umwelt, aber auch fürs Geldbörsel.

Das fängt bei der Hauskonzipierung an, geht über die Wahl der Materialien und Grundstoffe, über deren Entsorgung bis hin zu Ihren persönlichen umweltbewussten Entscheidungen was Heizen und Wasserverbrauch betrifft. Auch die Winddichtigkeit spielt eine bedeutende Rolle. Sie ist eine der wichtigsten Auflagen für die Konstruktion von Außenbauteilen. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Überprüfung auf Winddichtigkeit bei ausgebauten Dachgeschossen und Leichtbauten.

Wenn Sie sich für tech3 entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen Niedrig- bzw. Niedrigst-energiehäusern, vom Land gefördert und im Betrieb auf Dauer einfach günstiger. Um Ihnen alle anderen Entscheidungen ebenfalls zu erleichtern, finden Sie hier die wichtigsten Begriffe zum Thema ökologisches Bauen und Nachhaltigkeit erläutert.

Unter umweltschonendem Bauen versteht man Bauweisen, die Luft und Wasser kaum belasten. Verwendet werden Baustoffe, die umweltverträglich herzustellen, zu transportieren und zu bearbeiten sind. Ein sparsamer Umgang mit Energie und Rohstoffen zählt ebenfalls zum umweltschonenden Bauen wie das Begrünen von Dächern, das Vermeiden von versiegelten Flächen oder das Sammeln und Nutzen von Regenwasser.

Niedrigenergiehaus darf sich ein Gebäude nennen, dessen Ist-Wert des Jahresheizwärmebedarfs den Soll-Wert um 25 Prozent unterschreitet, also generell mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 50 kwh/m a & 5l Energiebezugsfläche pro Jahr. Erreicht wird dies durch intelligente Wärmedämmung aber auch durch die Nutzung von erneuerbarer Energien (Sonne, Biomasse) zu Heizzwecken.

Beim Bau von einem Niedrigenergie- und Niedrigstenergiehaus werden Sie darüber hinaus vom Land belohnt. Oberösterreich (Salzburg ? Österreich ?) hat hierfür eine Förderung von … für Sie vorgesehen. Für genauere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Die Energieberatung ist ein Beratungsservice der Energieversorgungsunternehmen, den jeder Hausbesitzer in Anspruch nehmen kann. Die Beratung umfasst die Bereiche Wahl des Energieträgers, anfallende Kosten bei Umstellung oder auch Termine vor Ort, bei denen zum Beispiel die Energieausnutzung im Heizkessel überprüft und gegebenenfalls zu Veränderungen geraten wird.

Weiter unten: Wie und wo man genau ansetzt, was man wissen muss bezüglich Heizung, Wasser, Sonnenenergie und Materialien und Rohstoffe - wichtige Begriffe erklärt

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Heizung

Bei der Heizung kann man unterscheiden zwischen

  • Fußleistenheizung
  • Fußbodenheizung
  • Niedertemperaturheizung
  • Nachtspeicherheizung
  • Zentralheizung
  • Pelletheizung
  1. Die Fußleistenheizung wird im Wohnraum entlang der Raumumfassungswände im Fußleistenbereich verlegt. Wie viele Wände mit der Heizung ausgestattet sein müssen, richtet sich nach dem Heizwärmebedarf. Meistens genügt die Montage an den Außenwänden.
  2. Die Fußbodenheizung beispielsweise gibt die Wärme auf einer großen Fläche gleichmäßig ab. Die Oberflächentemperatur beträgt maximal 29 Grad Celsius. Beim Aufstellen der Möbel stören keine Heizkörper, Staubumwälzungen gibt es aufgrund der großflächigen Abstrahlung kaum. Als Bodenbelag für Fußbodenheizungen eignen sich fast alle üblichen Belagsarten. Es kann Parkett oder Dielenboden genauso wie PVC- oder Teppichboden verlegt werden. Allerdings müssen die Beläge für Fußbodenheizungen geeignet sein. Gekennzeichnet ist dies durch ein Symbol, das eine Heizschlange mit drei darüber liegenden Pfeilen visualisiert, die nach oben zeigen. Für Fußbodenheizungen eignen sich vor allem keramische Fliesen und Platten, weil sie die Wärme besonders gut weiterleiten.
  3. Niedrigtemperaturheizung sind Heizungssysteme, die mit Vorlauftemperaturen zwischen 40 und 60 Grad Celsius betrieben werden. Als Energieträger kommen Öl undGas in Frage. Durch größere Heizflächen erreicht die Raumwärme auch bei den niedrigen Temperaturen gewünschte Werte - deshalb sind Niedertemperaturheizungen ideal für eine Fußbodenheizung. 
  4. Nachtspeicherheizung heißt ein elektrisch betriebener Speicherofen, der als Einzelraumheizung installiert wird: Jeder zu beheizende Raum erhält einen Ofen. Verschiedene Größen variieren die Speicherkapazität - Raumwärmebedarf und Heizdauer bestimmen die Wahl und den elektrischen Anschlußwert. Vergünstigter Nachtstrom, der beim zuständigen Elektrizitätsversorgungsunternehmen beantragt werden muss, versorgt die Speicherheizung. Ein gesondertes Leitungsnetz und ein separater Zähler übertragen und kontrollieren die Nachtstromabnahme innerhalb fester Abnahmezeiten.
  5. Bei der Zentralheizung versorgt eine Feuerstelle das ganze Haus mit Wärme. Stand der Technik sind heute außentemperaturgesteuerte Niedrigtemperatur-Heizungsanlagen mit Warmwasserkreislauf zu den verschiedenen Heizflächen in den Wohnräumen. Jeder Heizkörper ist mit einem Ventil ausgestattet.
  6. Eine Pelletheizung bezeichnet ein Heizsystem das zur Befeuerung sogenannte Pellets nutzt. Pellets sind Presslinge aus Sägemehl und Holzspänen.

Thermostate sind direkt am Heizkörper angebracht und ermöglichen eine individuelle Temperaturregelung im Raum. Verändert sich die Raumlufttemperatur durch Lüften oder Sonneneinstrahlung, erhöhen oder drosseln sie den Heizwasserzufluß in den Heizkörper und gleichen so die Temperaturschwankung aus.

Bekannte Brennstoffe für Heizanlagen sind Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Holz, Pellets und Biogas. Neben diesen Brennstoffen werden Heizsysteme auch mit elektrischem Strom betrieben, der entweder vom Energieversorger bezogen wird oder durch Photovoltaik gewonnen wird. Als weitere Alternative bietet sich Erdwärme an, die mithilfe einer Wärmepumpe aus dem Boden gefördert wird.

Wärmerückgewinnung: Bei vielen Niedrigenergiehäusern sollten die Wärmeverluste, die durch Lüftung entstehen, mit Hilfe einer kontrollierten Wohnungslüftung verringert und sogar rückgewonnen werden. Ein Wärmetauscher saugt verbrauchte Luft an und entzieht ihr die Wärme, bevor sie ins Freie geleitet wird. Die Wärme wird an Frischluft übertragen und Schlaf- und Wohnräumen zugeführt.

Eine Wärmepumpe kann Energie in Form von Wärme aus ihrer Umgebung zapfen. Sie funktioniert nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Der Arbeitskreislauf einer Wärmepumpe enthält als Arbeitsmedium ein Kältemittel, das selbst bei niedrigen Temperaturen verdampft. Wird Außenluft oder ein anderes Wärmemedium wie beispielsweise Wasser zu einem Wärmetauscher geleitet, verdampft die Flüssigkeit im Kühlkreislauf. Dadurch wird der Wärmequelle die Wärme entzogen. Der Verdichter saugt das gasförmige Arbeitsmedium an und presst es zusammen. Durch diese Druckerhöhung wird das Medium mit Hilfe von elektrischer Energie auf ein höheres Energieniveau gepumpt. Anschließend gibt das verdichtete, heiße Gas seine Wärme in einem zweiten Wärmetauscher ab - zum Beispiel an das Umlaufsystem der Warmwasserzentralheizung.

Quelle: http://www.bauen.com/service/lexikon/baulexikon

Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Wasser

Die wichtigsten Begriffe zum Thema Wasser:

  • Das Grundwasser ist das im Erdreich natürlich anstehende Wasser. Die Höhe des Grundwasserspiegels ist nicht konstant. Aufgrund jahrzehntelanger Mess- und Erfahrungswerte wurden für jedes Gebiet Grundwasserhöchststände ermittelt. Dieser Wert ist für Bauherren wichtig, denn bei zu hohem Grundwasserstand kann die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet werden.
  • Wasser aus der Leitung ist kostbar und teuer. Es liegt also nahe, das Wasser zu nutzen, das kostenlos vom Himmel fällt. Regenwassernutzung setzt die Installation einer Brauchwasseranlage voraus: Das Regenwasser, das auf das Hausdach fällt, sammelt sich in einem Tank. Dieses Wasser kann Pflanzen versorgen und im Haushalt Verwendung finden - vor allem für die Toilettenspülung, zum Putzen und sogar zum Wäschewaschen. So spart man etwa die Hälfte des Trinkwasserverbrauchs einer Familie. Der Ausbau von Regenwassernutzungsanlagen wird aus öffentlichen Mitteln gefördert.
  • Unter Grauwassernutzung versteht man wenn die Regenwassernutzung zum Wassersparen nicht ausreicht, und man auch das sogenannte Grauwasser auffangen und noch einmal verwenden kann. Grauwasser ist jenes Abwasser, das beim Duschen, Baden, Wäsche- und Händewaschen entsteht. Es kann - ähnlich wie Regenwasser - in einem separaten Tank gesammelt, gefiltert und dann für die Toilettenspülung eingesetzt werden.
  • Eine zentrale Wasserversorgung liegt vor, wenn ein Warmwassergerät beliebig viele Zapfstellen im Haus mit Heißwasser versorgt. Die zentrale Wasserversorgung ist meist der Zentralheizung angeschlossen. Das Wasser aus dem Heizkessel erhitzt Trinkwasser in einem Speicher. Entscheidend bei der Planung ist die richtige Dimensionierung: Der höchste Tagesbedarf bestimmt die Größe und Leistung der Anlage.
  • Im Gegensatz dazu, eine dezentrale Wasserversorgung: Eine oder mehrere Entnahmestellen werden von einem Wassererwärmer versorgt, keinesfalls aber alle Entnahmestellen einer Wohnung. Danach wird in Einzel- oder Gruppenversorgung unterschieden: Bei der Einzelversorgung wird eine Entnahmestelle durch einen Wassererwärmer versorgt. Bei der Gruppenversorgung werden mehrere, dicht beieinanderliegende Entnahmestellen aus einem Wassererwärmer versorgt. Vergleiche sind mit der zentralen Warmwasserversorgung zu ziehen.
  • Den Wasserverbrauch eines Hauses misst man mit dem Hauswasserzähler. Bei einem Haus wird er an der Stelle eingebaut, an der die Wasserleitung ins Haus führt. In Mehrfamilienhäusern, in denen der Wasserverbrauch pro Wohnung getrennt abgerechnet wird, erfolgt der Einbau am Ende des jeweiligen Wasserstrangs.
  • Ein Boiler ist ein Warmwassergerät, das im Wesentlichen aus einem wärmegedämmten Behälter besteht und warmes Wasser zur sofortigen Entnahme bietet. Je nach Verwendungszweck sind Boiler unterschiedlichsten Fassungsvermögens erhältlich. Boiler, die Dusch- oder Badewasser bereithalten, finden in Neubauten aufgrund ihres Platzbedarfs allerdings kaum noch Verwendung.

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Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Sonnenenergie

Die Sonne als Energiequelle ist sowohl im Bereich Heizung, als auch beim Wasser ein wichtiger Partner.

Solaranlagen werden unterschieden in Solaranlagen für die Solarthermik, die die Erwärmung von Brauchwasser mit Solarkollektoren ermöglicht, sowie für die Stromerzeugung, die sogenannte Photovoltaik.

Solarthermische Anlagen werden in das System der Zentralheizung mit zentraler Warmwasserversorgung integriert. Im Sommer springt der Brenner für die Heißwasserbereitung nur kurzzeitig an. Mit Sonnenkollektoren kann die Heißwasserbereitung im Sommer ganz mit Sonnenenergie betrieben werden. Im Winter dienen sie zur Vorwärmung des Wassers.

Photovoltaik bezeichnet die Umwandlung von Sonnenenergie oder Strahlungsenergie in Strom (elektrische Energie).

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Ökologisch und Ökonomisch Bauen - Materialien & Rohstoffe

Materialien und Rohstoffe - wichtige Begriffe verständlich erklärt:

  • Acrylglas ist ein licht- und wetterbeständiger, durchsichtiger Kunststoff, gemeinhin unter dem Markennamen "Plexiglas" bekannt, der sich unter Wärmezufuhr biegen lässt. Acrylglas ist UV-durchlässig und wird daher oft für Wintergartendächer eingesetzt.
  • Aluminium ist ein silbrigweißes, leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit, das durch Schwei&s zlig;en, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden kann. Aluminium und seine Legierungen überziehen Die Gewinnung und Verarbeitung von Aluminium ist mit einem hohen Einsatz von Primärenergie verbunden. Zur Verbesserung der Energiebilanz soll das stärkere Recycling von Aluminium beitragen. Prinzipiell kann Aluminium ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und wiederverwertet werden.
  • Beton ist in seinem Rohzustand ein plastisches bis fließendes Gemisch aus Zuschlägen, Zement und Wasser. Im Rohzustand kann der Beton in nahezu jede beliebige Form gebracht werden, in der er anschließend abbindet, das heißt erhärtet. Für tragende Bauteile wie Decken und Treppen wird meistens bewehrter Normalbeton verwendet. Dies ist ein Beton, dessen Zuschlag aus einem Kies-Sand-Gemisch besteht und der eine Stahleinlage erhält. Im Wohnungsbau sind es vor allem auch die Leichtbetonsteine und Porenbetonsteine mit ihren sehr guten Wärmedämmeigenschaften, die sich als Wandbaumaterial eignen.
  • Bindemittel sind zur Herstellung von Mörtel und Beton notwenige, pulverförmige Baustoffe, wie Zement, Kalk und Gips. Sie haben die Aufgabe, nach Zugabe von Wasser die Zuschlagstoffe miteinander zu verbinden. Aufgrund einer chemischen Reaktion entsteht nach dem Erhärten ein steinartiger Baustoff. Bei der Herstellung von Anstrichstoffen wie Farben und Lacke machen erst Bindemittel eine Verbindung der Pigmente miteinander möglich.
  • Dichtungen haben die Aufgabe, Schutz vor eindringender oder austretender Feuchtigkeit zu gewährleisten und finden in Form von Fugen- oder Flächendichtungen Verwendung. Je nach Art gibt es Fugendichtungsbänder, dauerelastische Fugenmassen sowie Profile aus Kunststoff oder Metall. Für Flächendichtungen werden Dichtungsschlämmen oder -putze verwendet.
  • Estrich ist ein maßgebender Teil des Fußbodenaufbaus. Die Funktion des Estriches besteht im Wesentlichen darin, Höhendifferenzen der Rohdecke auszugleichen und einen planebenen Untergrund für den abschließenden Bodenbelag zu gewährleisten. In Verbindung mit einer darunterliegenden Dämmschicht erfüllt der Estrich Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung.
  • Holz ist das älteste Baumaterial in unseren Breiten. Als Baustoff weist es viele Vorteile auf und ist nahezu unentbehrlich. Holz lässt sich gut verarbeiten und wird für Fenster, Türen, Balken, Lattungen, Böden, Treppen, Möbel und vieles mehr verwendet. Es verfügt über eine gute Wärmedämmfähigkeit und angenehme Oberflächentemperaturen. Holz passt sich den jeweiligen Feuchtigkeitsverhältnissen an, und steht in seinem statischen Verhalten dem Stahlbeton in nichts nach. Es zählt zu den ökologischen Baustoffen. Mit biologischen Mitteln behandeltes oder völlig unbehandeltes Holz kann in jeder Form wiederverwendet oder weiterverarbeitet werden.
  • Kalk ist ein Bindemittel, das in vielen Industriezweigen benötigt wird. Im Bauwesen ist Kalk zur Herstellung von Kalksandsteinen und Porenbeton unentbehrlich. Im Hochbaubereich wird er für Maurer- und Putzmörtel, im Tiefbau zur Untergrundbefestigung durch Bodenvermörtelung eingesetzt. Der Ausgangsstoff Kalkstein ist ein Sedimentgestein - ein Stoff, der sich in vorgeschichtlicher Zeit in Gewässern ablagerte.
  • Keramik: Durch das Brennen von tonhaltigen Erden bei Temperaturen zwischen 900 und 1400 Grad Celsius werden keramische Baustoffe hergestellt. Man unterscheidet: feinkeramische Baustoffe: Fliesen und Porzellane wie Sanitärbauteile und grobkeramische Baustoffe: Ziegel, Klinker und Kanalisationsrohre aus Steinzeug.
  • Kupfer ist ein relativ teurer Rohstoff, der aufgrund seiner positiven Eigenschaften - gut wärmeleitend und korrosionsfrei - in vielen Bereichen eingesetzt wird.
  • Lehm ist nach Holz einer der ältesten Baustoffe. Lehm besteht aus Tonerde, Sand und feinen Gesteinsteilchen. Er ist billig, leicht zu verarbeiten und schafft ein ausgezeichnetes Raumklima. Lehm wird im Fachwerkbau eingesetzt.
  • Linoleum ist ein Fußbodenbelag, der aus den Naturprodukten Leinöl, natürlichen Harzen und Holzmehl sowie Farbpigmenten hergestellt wird. Dabei wird dem Leinöl zunächst Sauerstoff zugesetzt, so dass sich eine elastische Masse bildet. Diese wird mit den anderen Stoffen vermischt und in heißem Zustand auf ein Jutegewebe gepresst. Linoleum ist elastisch, abriebfest, antistatisch und eignet sich auch für Räume mit Fußbodenheizungen. Da es zudem ein recht strapazierfähiger Belag ist, findet er besonders in Fluren, Küchen und Bädern Verwendung.
  • Marmor ist ein sehr harter Naturstein, der in den unterschiedlichsten Farben vorkommt. Seine hellen und dunklen Maserungen gleichen Adern. Er enthält oft Versteinerungen. Marmor entstand einst im Schoß der Erde unter großem Druck und hohen Temperaturen aus Kalk. Er wanderte durch Gesteinsverschiebungen teilweise an die Erdoberfläche und wird dort heute durch Sprengung abgebaut. In Platten gesägt, ist der Marmor schleif- und polierbar. Verwendung findet er für Fußböden, Fensterbänke, Treppen und Wände.
  • Mörtel besteht aus Sand, Bindemittel und Wasser. Je nach Anwendungsbereich werden sie unterschieden in: Mauer-, Putz- und Estrichmörtel.
  • Quarz kommt in der Natur vor, ist hart und beständig gegenüber Säure. Er wird vor allem als Quarzsand auf dem Bau eingesetzt
  • Stahl findet seinen Einsatz in vielen Bereichen am Bau. Stahl rostet nicht so schnell wie Eisen, ist härter und widerstandsfähiger. Während Rund- und Baustahlgewebe als Einlage tragender Betonteile als Bewehrung dient, wird Profilstahl für hochbelastete Mauerwerksteile sowie im Stahlskelettbau verwendet. Teurer und pflegeaufwendiger ist Edelstahl, der eine Legierung mit anderen Metallen erhält. Da Edelstahl absolut rostfrei ist, wird er gelegentlich im Außenbereich eingesetzt.
  • Ton ist ein natürlicher Rohstoff, der unter anderem für die Herstellung von Ziegeln, Tondachsteinen und Fliesen verwendet wird.
  • Zement nennt sich ein hydraulisch härtendes Bindemittel für Beton und Mörtel. Er besteht aus verschiedenen feingemahlenen Ausgangsstoffen, die durch Brennen und Schmelzen aufbereitet werden. Wichtigste Zementsorte ist Portlandzement, der aus einem gemahlenen und gebrannten Kalkstein-, Kreide-, Ton- oder Mergelgemisch gewonnen wird. Je nach Zusammensetzung weist der Zement unterschiedliche Eigenschaften auf. Verwendet wird Zement überall am Bau - als Bindemittel für Anstriche, Mörtel, Putze, Estriche, Beton oder Holzwerkstoffe.
  • Ziegel sind gebrannte Steine aus Ton, Lehm und Sand. Sie werden schon seit der Antike zum Bau von Häusern verwendet. Ziegel weisen einen relativ hohen Energieverbrauch bei der Herstellung auf und sind baubiologisch unbedenklich. Gebrauchte Ziegel können wiederverwendet werden.
  • Entsorgung heißt der umfassende Vorgang des Sammelns, des Transports, gegebenenfalls der Zwischenlagerung und des Bearbeitens von Abfällen. Für Bauschutt eignen sich am besten Container, die je nach Materialart getrennt gefüllt werden (Holz, Steine), was die Kosten verringert. Noch günstiger wird es, den Bauschutt selbst zu einer Bauschuttdeponie zu fahren.
  • Altlasten sind umweltgefährdende Stoffe auf oder unter Grundstücken, wie beispielsweise Chemieablagerungen oder Mülldeponien. In Bauleitplänen besteht Kennzeichnungspflicht, wenn Gefährd ungen durch Altlasten zu befürchten sind.
  • Bauschutt beinhaltet alle Abfälle, die während und durch eine Baumaßnahme anfallen.
  • Immissionen sind auf Mensch und Tiere, Pflanzen oder Gegenstände (zum Beispiel Gebäude) einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen oder andere Umweltbelastungen. Regional sind nach der Baunutzungsverordnung unterschiedliche Immissionsrichtwerte festgelegt.
  • Lüftung ist notwendig, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. (Luftfeuchtigkeit). Eine ausreichende Lüftung wird mit zunehmender Wärmedämmung der Gebäude immer wichtiger. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten, um für einen Luftaustausch zu sorgen. Das ist einmal die manuelle Fensterlüftung oder der Einbau von Ventilatoren.

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Lexikon - Bauwesen

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  • A

  • Abflussrohre

    dienen der Abwasserentsorgung im Innen- und Außenbereich und bestehen aus Edelstahl, Gußeisen, Steinzeug, Kunststoff oder Zement. Die frostsichere Verlegetiefe muss 80 Zentimeter betragen, in frostgefährdeten Bereichen innerhalb des Hauses ist eine I solierung vorzusehen. Zur Vermeidung von Schallübertragungen dürfen keine sta rren Verbindungen zur Befestigung an Wänden verwendet werden. Weitere Schallisolierung ist durch Ummantelung der Rohre möglich.

  • Auflassung

    bezeichnet die Einigung des Veräußerers und des Erwerbers, dass das Eigentum an einem Grundstück vom ersteren auf den letzteren übergehen soll, und wird bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Parteien vor einem Notar bekundet.

  • B

  • Balkon

    ist ein auskragendes Bauteil an Gebäudefassaden, das nach oben und zu den Seiten hin offen ist und einen Aufenthaltsort an frischer Luft darstellt.

  • Bauaufsichtsbehörde

    übernimmt die Bauüberwachung. Bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde, die sich in der Regel aus den Landkreisen und den kreisfreien Städte zusammensetzt, wird der Bauantrag eingereicht. Die Baugenehmigung wird durch die Bauaufsichtsbehörde erteilt.

  • Bauberatung

    Der Bauherr sollte beim zuständigen Bauordnungsamt ein Beratungsgespräch führen. Hilfreich ist dabei die Anwesenheit des Architekten, den er mit dem Bauvorhaben beauftragt hat. Die Behörde hat sowohl Anhörungs- als auch Beratungspflicht. Über die kommunalen Behörden hinaus gibt es in den einzelnen Ländern weitere staatliche Beratungsstellen, die auch in Fragen der Baufinanzierung weiterhelfen.

  • Baugenehmigungsverfahren

    Ohne die Genehmigung der zuständigen Baubehörde darf kein Bauherr bauen. Die Behörde prüft vor allem, ob das Bauvorhaben die Vorgaben des Bebauungsplans einhält oder ob es der Nachbarbebauung angepaßt ist, wenn noch kein Bebauungsplanvorhanden ist. Um eine Baugenehmigung zu erhalten, muss beim Bauamt der Stadt oder Gemeinde meist in zwei- oder dreifacher Ausfertigung ein Bauantrag eingereicht werden. Zum Antrag gehören mehrere Anlagen: Antrag auf Genehmigung, Baubeschreibung, Lageplan, Bauzeichnung, statische Berechnungen, Zeichnung der Be- und Entwässerungsanlage, Zeichnung der Einfriedung des Vorgartens sowie Anordnung des Kfz-Einstellplatzes. Die Bauvorlagen müssen sowohl vom Bauherrn als auch von einem vorlageberechtigten Architekten oder Bauingenieur unterschrieben werden.

  • Bauleitung

    nennt man die Überwachung und Kontrolle der Baudurchführung auf der Grundlage der genehmigten Baupläne. Zuständig ist der Bauleiter, der Fachkenntnisse nachweisen muss.

  • Baupläne

    werden für die Baugenehmigung benötigt und sind danach für die Baubehörde verbindlich. Zur Bauabnahme wird die Einhaltung der Baupläne überprüft. Je nach Planungsphase wird zwischen Entwurfplänen, Ausführungsplänen und Detailzeichnungen unterschieden.

  • Bausatzhäuser

    sind Selbstbausysteme, bei denen ein sehr hoher Anteil anEigenleistung erbracht werden muss. Entsprechend den Bauplänen wird der Bausatz zusammengestellt und geliefert. Zu den Serviceleistungen gehören Hilfe beim Baugenehmigungsverfahren, eine genaue Bauanleitung sowie Einweisung und Beratung beim Bau. Alle Leistungen, die je nach Anbieter variieren können, sind in einem Vertrag genau festzulegen.

  • Bauträger

    ist meist eine juristische Person (Baugesellschaft), die in eigenem Namen baut. Dabei kann das Bauvorhaben durch einen privaten Bauherrn in Auftrag gegeben worden sein, oder die Baugesellschaft baut auf eigene Kosten und verkauft anschließend das Objekt.

  • Bauvertrag

    nennt man den Vertrag, der zwischen Bauherr und Auftragnehmer geschlossen wird und Bestimmungen über die Ausführung von Bauleistungen enthält. Vor Vertragsabschluß sollten Angebote von verschiedenen Firmen eingeholt werden.

  • Bauwerke

    Von Menschen geplante und errichtete Konstruktionen nennt man Bauwerke.

  • Bauzeitplan

    dient dem Eintrag der einzelnen Gewerke, die entsprechende Handwerker am Bau vornehmen sollen. Der Bauzeitplan, auch Baukalender genannt, ist ein Hilfsmittel für den Bauleiter, der den Bauablauf so koordinieren muss, dass sich die einzelnen Gewerke nicht gegenseitig behindern. Am besten eignet sich dafür ein Balkendiagramm.

  • Bemusterung

    ist die speziell im Fertighausbereich übliche Zusammenkunft zwischen Lieferant und Hauskäufer (häufig in Fertighauszentren oder Ausstellungen), mit dem Ziel, die exakte Ausstattung des Hauses oder der Wohnung festzulegen.

  • Bürgschaft

    ist ein Vertrag zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger eines Dritten (z.B. Kreditnehmer), in dem sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger verpflichtet, für die Verbindlichkeiten des Dritten bei dessen Zahlungsunfähigkeit einzustehen.

  • C

  • Carport

    ist ein Autoabstellplatz in der Nähe des Hauses. Ein Carport besteht aus einer Ständerkonstruktion mit Dachaufbau, wird meistens in Holzbauweise ausgeführt und ist im Gegensatz zur Garage nicht rundum geschlossen. Es sind die gleichen Abstände wie bei der Garage zur Nachbarbebauung einzuhalten.

  • Courtage

    ist die bei der Vermittlung einer Immobile anfallende Gebühr, die an den vermittelnden Makler zu entrichten ist.

  • D

  • Dach

    Das Dach bildet den oberen Abschluß eines Hauses und hat die Funktion, das Gebäude vor Witterungseinflüssen zu schützen. Es besteht aus Dachkonstruktion und Dachhaut. Die Dachkonstruktion muss Schnee- und Windlasten standhalten und bildet zugleich das Traggerüst für die Dachhaut. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Dachformen, die sich in der Regel nach der Nutzung des Hauses und den regionalen Gegebenheiten richten.

  • Dachdeckungen

    Als Dachdeckungen werden die unterschiedlichsten Materialien verwendet: Dachziegel: oder Tondachsteine sind das älteste Eindeckmaterial und seit rund 2.000 Jahren bekannt. Schiefer: Das schöne graue Naturgestein Schiefer ist in vielen Regionen verbreitet. Guter Schiefer besteht überwiegend aus Glimmer, Ton und Quarz, und hat naturgemäß keine Risse. Schieferdeckungen sind sehr haltbar und langlebig, allerdings wegen der aufwendigen Verarbeitung nicht gerade billig. Stroh und Reet: Diese natürlichen Dachdeckungen können bis zu zwei Generationen halten. Reet und Stroh zählen zu den Weichbedachungen, die genehmigungspflichtig sind. Sie unterliegen zudem besonderen Brandschutz- und Versicherungsbedingungen. Faserzement: Die ersten Dachplatten aus Faserzement wurden vor etwa 70 Jahren als Ersatz für Naturschiefer produziert. Das Rohmaterial der Welldachplatten besteht aus pflanzlichen, glasigen Faserstoffen, denen steinige Bindemittel zugesetzt werden. Kupfer: Metallbleche aus Kupfer zeichnen sich besonders durch große Haltbarkeit und geringen Pflegeaufwand aus, sind aber relativ teuer. Im Laufe der Zeit entsteht durch Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen Kohlen- und Schwefeldioxid eine attraktive grüne Patina.

  • Dachgeschossausbau

    Der nachträgliche Ausbau des Dachgeschosses bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist genehmigungsfrei, wenn Dachkonstuktion und äußere Gestalt des Hauses nicht verändert werden.

  • Dachneigung

    heißt der Winkel zwischen Dach und horizontaler Linie des Hauses, der in Grad oder Prozent angegeben wird. Von der Dachneigung ist das Dachdeckungsmaterial abhängig. Da verhindert werden muss, dass Wasser in die Unterkonstruktion eindringen kann, gilt pauschal: je flacher das Dach, umso dichter die Eindeckung.

  • Dachstuhl

    Dachstuhl und Dach werden je nach Konstruktionsart unterschieden in Sparrendach und Pfettendach. Das Sparrendach ist nur bis zu einer gewissen Länge und Breite des Hauses einsetzbar und ermöglicht einen freien Dachraum ohne Holzstützen. Zwei Sparren, die sich im First gegenseitig abstützen, werden mit einem Deckenbalken zu einem Dreieck verbunden. Das Kehlbalkendach ist ein Sparrendach mit einem waagerechten Balken, der die Sparren gegeneinander abstützt und so auch bei größeren Gebäuden einen solchen Dachstuhl erlaubt. Das Pfettendach ermöglicht im Gegensatz zum Sparrendach eine Errichtung über jedem Grundriß. Die Sparren stützen sich nicht gegenseitig, sondern liegen auf einem Längsbalken, der nach unten die Lastenverteilung weitergibt.

  • Dachüberstand

    heißt der Teil des Daches, der über die Außenwand herausragt. Er bietet besonders der Fassade Schutz vor Witterungseinflüssen. Bei einem weiten Dachüberstand kann oft auf Holzschutzmittel für Türen,Fenster und Balkone verzichtet werden.

  • Dehnfugen

    Starre, zementgebundene Materialien wie beispielsweise Beton oder Estrich verringern beim Abbinden ihr Volumen. Aber auch wetterbedingte Temperaturschwankungen führen zu geringfügigen Abmessungsänderungen von Decken, Flachdächern oder Terrassenaufbauten. Diese Vorgänge führen zu Rißbildungen, die unter Umständen eine statische Beeinträchtigung, sicherlich aber eine Undichtigkeit zur Folge haben. Große und massige Bauteile sind von der Rißbildung stärker betroffen. Um ein unkontrolliertes Reißen zu verhindern, werden Dehnfugen angeordnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Fugenverschlusses. Bei Fußbodenestrichen erfolgt der Verschluß mit dauerelastischem Material.

  • Dielen

    sind ein seit Jahrhunderten üblicher Fußbodenbelag aus Massivholzbrettern. Diese werden schwimmend verlegt - also ohne direkten Kontakt zum Fußbodenaufbau.

  • Dispersionsfarben

    bestehen aus in Wasser schwebenden Kunststoffteilchen und Farbpigmenten. Wandfarben sind heute meist Dispersionsfarben. Die Dispersion sorgt für einen schnell deckenden und gleichmäßigen Anstrich sowie eine gute Verarbeitbarkeit der Farben.

  • Drainage

    gewährleistet in Form von Gräben oder Rohrleitungen die notwendige Entwässerung des Bodens um und unter Gebäuden. Die Drainage leitet das Wasser zu Abwasserkanälen, um so die Kellerwände vor Durchfeuchtung zu schützen.

  • Dübel

    ermöglichen durch ihre Beschaffenheit in Konstruktion und Material eine dauerhaft feste Verbindung zwischen Wand- beziehungsweise Deckenbaustoffen und einer Schraube. Sie werden in das entsprechende Bohrloch eingeführt und spreizen sich auf, sobald eine Schraube eingedreht wird. Sie sind in allen Größen für die verschiedensten Verwendungszwecke aus Nylon oder für schwere Lasten aus Stahl erhältlich.

  • E

  • Einfamilienhaus

    stellt - rechtlich gesehen - ein genehmigtes Bauwerk in einem Wohngebiet dar, das nur eine Wohnung enthält. Es gilt auch dann als Einfamilienhaus, wenn es zu gewerblichen oder öffentlichen Zwecken mit benutzt wird und dadurch die Eigenart als Einfamilienhaus nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

  • Einstellplatz

    nennt sich eine Fläche, die zum Einstellen von Fahrzeugen bestimmt ist und mit einem Schutzdach versehen sein kann.

  • Erbbaurecht

    ist das veräußerliche, vererbliche und dingliche Recht, auf (oder unter) der Oberfläche eines fremden Grundstücks ein Bauwerk zu errichten oder zu besitzen. Der Erbbauberechtigte ist zwar Eigentümer des Bauwerks, das Grundstück wird ihm hingegen nur zur Bebauung und Nutzung überlassen. Das Erbbaurecht gilt für eine vorher bestimmte Zeit.

  • F

  • Fassade

    heißen die Ansichtsflächen und zugleich Außenwände eines Gebäudes. Eine Fassade muss konstruktive (Traggerüst), bauphysikalische (Schutz vor Witterungseinflüssen und Wärmedämmung) und architektonische Funktionen erfüllen.

  • Fertighäuser

    sind Bauwerke, deren Außen- und Innenwände sowie teilweise der Dachstuhl in einem Werk vorgefertigt werden, so dass die Teile auf der Baustelle nur noch montiert werden müssen. Das Konstruktionsprinzip der Wände basiert bei den meisten Herstellern auf dem traditionellen Fachwerkbau. In der Vorfertigung werden bereits Teile der Installation in den Wänden mitverlegt. In der Regel ist ein Fertighaus in zwei bis drei Tagen montiert. Aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades, der auch die oberflächenfertigen Innenwände einschließt, verkürzt sich auch die Ausbauphase wesentlich. Dem Bauherrn stehen eine Vielzahl von Grundtypen und abgewandelten Varianten zur Auswahl, die er gemeinsam mit einem Architekten seinen individuellen Wünschen anpassen kann.

  • Fertigparkett

    ist ein industriell hergestelltes Fußbodenelement aus Holz. Die Oberfläche wird bereits im Werk geschliffen und versiegelt, so dass der Fußboden nach der Verlegung sofort begehbar ist. Je nach Fußbodenkonstruktion können die Elemente auf verschiedene Arten verlegt werden, wie zum Beispiel auf eine lose aufgelegte Rippen- oder Wollfilzpappe oder auch auf Lagerhölzer. Auf jeden Fall muss die Verlegung immer schwimmend erfolgen, also ohne Verklebung und Verschraubung mit dem Untergrund.

  • Fertigstellungstermin

    wird beim Kauf eines zu erstellenden Objektes meistens vertraglich festgelegt. In der Regel ist dies die Bezugsfertigkeit. Für die Nichteinhaltung des Fertigstellungstermins wird vielfach eine Vertragsstrafe vereinbart.

  • First

    heißt der obere Abschluß eines Steildaches, an dem die geneigten Dachflächen in einer Linie zusammenstoßen. Der First wird mit Firstziegeln abgedeckt, damit keine Feuchtigkeit in den Dachraum eindringen kann. Die Ziegel verfügen über Abluftöffnungen, die der Dachraumentlüftung dienen. Das Gegenstück zum First ist die Traufe.

  • Flächennutzungsplan

    ist ein vorbereitender Bauleitplan, auf dessen Grundlage der oder die Bebauungspläne entstehen. Der Flächennutzungsplan wird von den Gemeinden erstellt und gibt in groben Zügen Auskunft über Bauflächen und Baugebiete sowie Verkehrsflächen und Grünanlagen. Ein dazugehöriger Erläuterungsbericht muss Aussagen über das Planungsziel der Gemeinde machen. Vor dem Grundstückskauf sollte sich deshalb der zukünftige Bauherr und Käufer anhand des Flächennutzungsplans oder, sofern vorhanden, anhand des Bebauungsplans informieren, ob er das geplante Gebäude auf dem gewünschten Grundstück überhaupt bauen darf.

  • Fliesen

    Als Ausgangsmaterial werden natürliche Rohstoffe wie Ton, Kaolin, Quarz und Felsspat verwendet. Die Gemische werden gemahlen, gereinigt, mittels Preß- und Formtechnik in die entsprechenden Formate gebracht und anschließend bei Temperaturen bis zu 1.250 Grad Celsius gebrannt.

  • Fuge

    bezeichnet den Abstand zwischen zwei, meist gleichen Bauteilen. Die bekanntesten Fugen sind die im Mauerwerksbau oder bei Fliesenarbeiten. Für Fugen dieser Art gibt es Richtmaße, die aus konstruktiven oder optischen Gründen eingehalten werden müssen. Bei Fliesenarbeiten gilt beispielsweise folgendes: Fugen dürfen nie zu schmal ausgeführt werden. Es gilt: Kantenlänge der Fliese: Fugenmaß: 5 Zentimeter 2 Millimeter 10 2 bis 3 20 2 bis 10 30 4 bis 10 40 5 bis 10

  • Fundament

    hat die Aufgabe, alle Lasten eines Bauwerks in den Baugrund zu übertragen, ohne das es zu ungleichmäßigen Setzungen kommt. Damit werden Risse vor allem an den tragenden Gebäudeteilen vermieden. Bei kleineren Bauten mit einem geschlossenen Grundriß, zu denen auch Einfamilienhäuser zählen, werden die Fundamente so bemessen, dass unter allen tragenden Wänden etwa die gleiche Bodenpressung auftritt. Ein Fundament muss so tief im Erdreich liegen, dass es durch Gefrieren und Auftauen der darunterliegenden Bodenschicht nicht in Bewegung gerät. Das heißt das Gebäude muss frostfrei gegründet sein, was in unseren Breiten eine Gründungstiefe von mindestens 80 Zentimetern bedeutet. Maßgebend ist dabei die Geländeoberkante. Bevor das Fundament betoniert wird, müssen die Grundleitungen für die Entwässerung verlegt werden. In die Fundamentplatte wird der Fundamenterder eingelegt.

  • G

  • Galerie

    stellt eine offene, balkonartige Wohnraumgestaltung dar, die beispielsweise in Treppenhäusern, Dielen oder in Wohn- und Schlafbereichen zu finden ist. Sie befindet sich, von der unteren Bezugsetage gesehen, auf einer um ein halbes oder auch ein ganzes Stockwerk höher gelegenen Ebene. Um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten, muss die Galerie durch ein Geländer oder eine durchsichtige Brüstung abgetrennt sein.

  • Garage

    ist ein abgeschlossener Autostellplatz, der sich im oder am Haus befindet oder als freistehendes Gebäude errichtet werden kann. Wird die Garage nachträglich zum Wohnhaus als Anbau oder freistehend gebaut, ist das Gebäude genehmigungspflichtig und somit ein Bauantrag erforderlich. Die Bedingungen richten sich nach den jeweiligen Landesbauordnungen und sind demnach verschieden. Erfordert das Einfahren in die Garage eine Bordsteinabsenkung, so muss diese gesondert beim Straßenbauamt beantragt und genehmigt werden.

  • Gebäudewert

    beschreibt den Wert des Gebäudes ohne Grundstück.

  • Geschossfläche

    bildet die Summe der Flächen aller Vollgeschosse eines Gebäudes, gleichbedeutend der Bruttogeschoßfläche. Die Geschoßfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude in allen Vollgeschossen zu ermitteln. Nebenanlagen wie Balkone, Loggien und Terrassen können, soweit sie nach Landesrecht in den Abstandsflächen zulässig sind, unberücksichtigt bleiben.

  • Geschosshöhe

    nennt man den senkrechten Abstand zwischen Oberkante Fußboden eines Geschosses und Oberkante Fußboden des darüberliegenden Geschosses. Das Maß beinhaltet die Gesamtdicke der Geschoßdecke plus Deckenputz und Fußbodenaufbau plus lichte Raumhöhe.

  • Giebel

    heißt der Teil einer Fassade zwischen den beiden geneigten Dachflächen. Die Giebelfläche bildet ein Dreieck, bei dem der Firstund die beiden Traufen die Eckpunkte darstellen

  • Grundakten

    gehören zum Grundbuch und werden vom Grundbuchamt geführt. Sie beinhalten alle schriftlichen Vorgänge, die zu Einträgen in dasGrundbuch führen. Vor dem Kauf eines Grundstücks sollten die Grundakten eingesehen werden, da sie unter Umständen unerledigte Vorgänge beinhalten können.

  • Grundbuch

    nennt sich das Verzeichnis, in dem alle Grundstücke erfaßt sind. Das Grundbuch dient der Ermittlung und Feststellung des einzelnen Grundstücks. Es sichert dem Besitzer das Eigentum am Grundstück und zeigt sämtliche Grundstücksbelastungen auf.

  • Grundfläche

    ist der Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf.

  • Grundpfandrecht

    ist ein Pfand- bzw. Verwertungsrecht an einem Grundstück und wird im Grundbuch eingetragen. Es ermöglicht dem Gläubiger die Verwertung des Grundstücks bis zur Höhe des Kapitalbetrages, mit dem das Grundpfandrecht eingetragen ist. Die Formen des Grundpfandrechts sind die Hypothek, die Grundschuld sowie dieRentenschuld.

  • Grundriss

    ist ein Bauplan, der das horizontal "aufgeschnittene" Gebäude aus der Vogelperspektive darstellt. Der Schnitt sollte in der Regel einen Meter über dem Fertigfußboden erfolgen, damit neben allen tragenden und nicht tragenden Wänden auch wichtige Details wie Fensteröffnungen sichtbar werden.

  • Grundsteuer

    wird für bebaute und unbebaute Grundstücke, Wohnungseigentum und Erbbaurechte von der jeweiligen Kommune jährlich erhoben. Die Grundsteuer wird nach einheitlichen Grundsätzen, jedoch regional in unterschiedlicher Höhe berechnet. Bemessungsgrundlage ist derEinheitswert.

  • Grundstück

    ist im Flurbuch, auch Kataster genannt, verzeichnet. Im Grundbuchist jedes Grundstück eingetragen.

  • H

  • Halbgeschoss

    nennt man eine versetzte Wohnebene, so dass auf halber Raumhöhe schon der nächste Raum beginnt.

  • Hochparterre

    nennt man ein Erdgeschoß, dessen Fußboden erheblich über dem Gelände liegt.

  • Holzbalkendecke

    Geschossdecken wurden noch bis in die 30er Jahre unseres Jahrhunderts fast ausschließlich als Holzbalkendecken ausgeführt. Verdrängt wurden sie erst durch die Einführung industrieller Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden von Zement, Stahl, Betonund Ziegeln. Solche alten Holzbalkendecken weisen eine schlechtere Schalldämmung auf, sind anfälliger für Schädlingsbefall und Feuchtigkeit und können dem Feuer nicht lange Widerstand leisten. Mit heutigen Konstruktions- und Abdichtungsmethoden können diese Mängel allerdings leicht behoben werden. Bei der verstärkten Nachfrage nach ökologischen Baustoffen werden heute wieder Holzbalkendecken ausgeführt.

  • Holzdielen

    werden schon seit Jahrhunderten als Fußbodenbelag verwendet. Sie sind besonders auf Holzbalkendecken zu empfehlen.

  • I

  • Immobilien

    ist eine allgemeine Bezeichnung für Grundstücke und Liegenschaften (unbewegliche Dinge).

  • Ingenieurleistungen

    sind bei Bauvorhaben die Tragwerksplanung (Statik). Außerdem gehören technische Planleistungen für Gas, Wasser, Lüftung, Schallschutz, Wärmeschutz, Vermessung und weiteres zu den Ingenieurleistungen. Die Haftung erfolgt nicht über die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB).

  • Innenwände

    unterscheidet man nach tragenden und nichttragenden Wänden. Tragende Innenwände gehören zum statischen System eines Gebäudes, das das Traggerüst bildet. Diese Wände leiten die Bauwerkskräfte in das Fundament über. Dazu müssen sie eine bestimmte Stärke aufweisen. Im Mauerwerksbau weisen die Wände daher eine Mindestdicke von 11,5 Zentimetern auf. Bei Modernisierungsmaßnahmen werden häufig Wände abgerissen. Dabei kann der Laie oftmals nur schwer zwischen tragenden und nichttragenden Wänden unterscheiden. Hier sollte man vor dem Abriß den Fachmann fragen. Nichttragende Innenwände dienen lediglich der Raumabtrennung. Während an den Schallschutz bei Innenbauteilen besondere Forderungen gestellt werden, kann der Wärmeschutz in einer gleichmäßig beheizten Wohnung fast vollständig vernachlässigt werden.

  • J

  • Jalousien

    sind Licht- und Sonnenschutz für Fenster. Sie bestehen aus Lamellen, die meistens aus Aluminium, aber auch aus Kunststoff oder Holz gefertigt sind.

  • K

  • Kaminofen

    ist ein Einzelofen, der aus einem Innenofen und einem Mantel (meist aus Gußeisen) besteht. Der Feuerraum ist durch eine Scheibe geschlossen. Ein Kaminofen ist als Zusatzheizung gut geeignet und kann mit Braunkohlenbriketts oder Scheitholz beheizt werden.

  • Kellergeschoss

    liegt ganz oder teilweise unter der Erde. Bei einem Kellerausbau für Wohnzwecke muss die Genehmigung der UnterenBauaufsichtsbehörde eingeholt werden. Ausgenommen sind Kellerräume, die zum Sport- oder Hobbyraum umgebaut werden.

  • Kontamination

    bezeichnet die Verunreinigungen von Grundstücken durch andersartige, oft schädliche Stoffe, beispielsweise Abgase.

  • Korrosion

    bezeichnet allgemein die von der Oberfläche ausgehende Zerstörung von festen Körpern durch Säuren oder ähnliches sowie Wasser.

  • Kostenvoranschlag

    ist eine prognostizierte Kostenauflistung für bestimmte Bauvorhaben oder Reparaturarbeiten, die von einem Fachmann oder Sachverständigen erstellt wird. Der Kostenvoranschlag ist unverbindlich, es sei denn, er wurde vorher vertraglich vereinbart. Um Kosten zu sparen, sollte der Auftraggeber bei Bauvorhaben oder Renovierungsarbeiten einen Kostenvoranschlag von verschiedenen Firmen einholen.

  • L

  • Leistungsverzeichnis

    Dem Abschluss eines Bauvertrags gehen Verhandlungen der Vertragsbedingungen und die Abgabe eines Angebots voraus. Grundlage des Vertragsangebots des Bauhandwerkers ist das Leistungsverzeichnis.

  • Loggia

    ist ein nach vorn offener, an den übrigen Seiten und nach oben abgeschlossener Sitzplatz. Die Loggia liegt in der Regel hinter der Außenwandflucht und wird, wie der Balkon, in den Bauvorschriften auch Freisitz genannt.

  • M

  • Makler

    vermittelt Immobilien oder Grundstücke. Angebote unterbreitet er in Form genauer Exposés. Entscheidet sich ein Kunde für den Kauf eines Hauses oder Baugrunds, erhält der Makler eine sogenannte Courtage, die sich am Kaufpreis des Objekts orientiert.

  • Massivbauweise

    heißt die Bauweise mit bewehrtem und unbewehrtem Beton sowie die mit Natur- oder künstlichen Steinen. Die druckbeanspruchten Tragelemente werden durch ihre Masse zur Konstruktion verbunden.

  • Massivdach

    entsteht durch eine rationalisierte Bauweise: Statt eines Dachstuhls wird ein massives Dach aus Fertigteilelementen mit dem Kran verlegt. Auf diesen Bauteilen werden Dachziegel verlegt. Eine zusätzliche Wärmedämmung des Daches entfällt. Auch die Schalldämmung verbessert sich gegenüber dem herkömmlichen Dachaufbau.

  • Mauersteine

    gibt es in verschiedenen Materialien: Ziegel, KalksandsteinPorenbeton, Beton und Leichtbeton Verfüllsysteme und andere.

  • Mauerwerk

    wird lot-, flucht- und waagerecht hergestellt. Die Mauerecken werden ausgelotet und gemauert - dann folgen entlang einer gespannten Schnur die einzelnen Schichten. Gleichmäßiges Hochmauern kann ungleichmäßige Setzungen des Baukörpers verhindern. Die Stoßfuge darf deshalb maximal zehn Millimeter stark ausgebildet werden, die Lagerfuge dagegen zehn bis dreizehn Millimeter - je nach Steinformat. Die einzelnen Steine bilden einen Mauerwerksverband. Der gebräuchlichste ist der Blockverband.

  • Mehrfamilienhaus

    heißt eine Immobilie mit mehreren Wohneinheiten - ausschließlich Einliegerwohnung.

  • N

  • Nebenräume

    Die Ermittlung der Wohnfläche erfolgt nach der II. Berechnungsverordnung ohne Berücksichtigung von Nebenräumen wie Keller, Trocken-, Abstell- und Waschräumen sowie von Speicher und Garagen.

  • Neubau

    bezeichnet eine aktuell fertiggestellte Immobilie. Mit dem Schlußabnahmeschein gibt die Baubehörde sie offiziell zum Bezug frei. Der Status Neubau kann unter Umständen bestimmten Abschreibungsmöglichkeiten von Nutzen sein. In der Finanzierungspraxis werden üblicherweise alle Immobilien bis zu einem Alter von fünf Jahren als Neubau behandelt und bewertet.

  • Neuwert

    bezeichnet eine aktuell fertiggestellte Immobilie. Mit dem Schlußabnahmeschein gibt die Baubehörde sie offiziell zum Bezug frei. Der Status Neubau kann unter Umständen bei bestimmten Abschreibungsmöglichkeiten von Nutzen sein. In der Steuergesetzgebung werden üblicherweise alle Immobilien bis zu einem Alter von fünf Jahren als Neubau behandelt und bewertet.

  • Notar

    heißt ein Jurist, der bestimmte Rechtshandlungen vornehmen darf. Er ist in einem staatlichen Notariat angestellt oder freiberuflich tätig. Bei Immobiliengeschäften berät er beide Parteien. Der Notar verpflichtet sich, Käufer und Verkäufer über die rechtliche Tragweite des Geschäftes zu belehren. Folgende Aufgaben erfüllt er bei der Abwicklung des Immobiliengeschäfts im einzelnen: Beglaubigung des Grundstücksgeschäfts, Überprüfung der Grundbucheintragung vor Vertragsunterzeichnung, Eindeutige Formulierung der Wünsche von Käufer und Verkäufer, Wörtliches Vortragen des Vertrags beim, Unterzeichnungstermin und kostenlose Beantwortung alle anfallenden Fragen zur: Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Käufer und Verkäufer, Benachrichtigung des Finanzamts zur Berechnung der Grunderwerbssteuer, Beantragung der Eigentumsbeschreibung beim Grundbuchamt sowie, Übergabe der Kaufsumme an den Verkäufer und des Grundbuchauszugs an den Käufer.

  • O

  • Oberlicht

    heißen Fenster oder Lichtkuppeln, die einen Lichteinfall aus dem oberen Wandbereich oder der Decke eines Raumes ermöglichen. Lichtkuppeln verfügen über eine Acrylverglasung, die es milchigweiß oder als Klarglas gibt. Mit Oberlichtern werden in der Regel innenliegende Räume wie Bäder und Toiletten oder auch Treppenhäuser belichtet.

  • Oberputz

    nennt sich die oberste Putzlage beim Außenputz.

  • Offene Bauweise

    bezeichnet eine freistehende Immobilie mit überwiegend individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

  • P

  • Palisaden

    heißen dicke Pfähle, die hauptsächlich im Außenbereich stehen. Sie werden zum Beispiel für Windschutzwände und Gartenanlagen genutzt.

  • Paneele

    sind Elemente, mit denen Wände und Decken verkleidet werden. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien. Paneele werden oft auf einer Unterkonstruktion aus Holz befestigt, so dass für eine gute Isolierung gesorgt ist.

  • Parkett

    ist ein langlebiger, strapazierfähiger Bodenbelag aus Holz. Parkett kann als Stab-, Mosaik- oder Fertigparkett in verschiedenen Mustern verlegt werden. Harthölzer wie Eiche, Buche und Esche, aber auch Tropenhölzer wie Mahagoni und Missandra werden bevorzugt verwendet. Eine Versiegelung der Parkettoberfläche schützt vor Abnutzung und Verschmutzung. Fertigparkettelemente werden bereits im Werk versiegelt und mit Nut und Feder schwimmend verlegt. Bei der Auswahl eines Parkettbodens sollte der Kunde auf eine formaldehydfreie Versiegelung achten.

  • Parzelle

    heißt die nach dem Kataster kleinste vermessene Grundstückseinheit.

  • Pergola

    bezeichnet eine Anordnung von Stützen und Balken mit aufgelegten Kanthölzern als offene, aber dennoch raumbildende Begrenzung von Terrassen, Wegen und Freiflächen.

  • Pflaster

    sind Steine in verschiedenen Formen und Materialien. Am gebräuchlichsten sind: Betonsteine, Ziegel- und Keramikbeläge, Kopfsteinpflaster, Natursteine. Einfahrten zu Garagen, Gehwege und individuell gestaltete Wege und Plätze werden gepflastert.

  • Podest

    ist die Bezeichnung für eine erhöhte Bodenfläche oder auch für die Plattform an der Biegung einer Treppe.

  • Polier

    ist die Bezeichnung für einen anerkannten Ausbildungsberuf auf dem Bau. Der Polier koordiniert die Gewerke, kontrolliert und verteilt die Arbeiten auf der Baustelle und ist Ansprechpartner für den Bauherrn vor Ort.

  • Putz

    Die wichtigsten Außenputze sind: Mineralischer Putz, Kunstharzputz. Die wichtigsten Innenputze sind: Mörtelputz, Gipsputz. Welche Putzsorte wo eingesetzt wird, hängt davon ab, welcher Belastung der Putz standhalten soll. Außenputze müssen Wind, Frost und Temperaturschwankungen widerstehen, ihre Farbe behalten, gut haften und frei von Rissen sein. Zum Außenputz gehört auch der Dämmputz mit seiner isolierenden Wirkung. Der historische Innenputz ist der Mörtelputz aus verschiedenen Kalken und scharfem Sand. Für Innenputze wird wenig oder kein Zement zugesetzt, der die guten Diffusionseigenschaften der Putze mindert. Eine besondere Form des Bindemittels ist Anhydritbinder anstelle von Kalk. Speziell für die maschinellen Innenputze setzt sich Gips mit Zusätzen und Wasser durch. Sonderformen wie Leicht- und Edelputze werden fertig gemischt angeboten.

  • R

  • Reihenhaus

    werden vorwiegend durch Bauträger errichtet. Reihenhäuser sind kostengünstige Eigenheime, da sie mit einem relativ kleinen Grundstücksanteil auskommen und dennoch über die Eigenschaften der eigenen vier Wände verfügen.

  • Renovierung

    Mietverträge enthalten Vereinbarungen, die die vom Mieter zu tragenden, erforderlichen Renovierungen regeln. Der Vermieter kann nicht verlangen, dass diese Arbeiten von einer Fachfirma ausgeführt werden.

  • Restwert

    nennt sich der steuerliche Buchwert eines Gebäudes, der sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich vorgenommener Abschreibungen errechnet.

  • Richtfest

    steht an, wenn der Rohbau fertig und der Dachstuhl aufgerichtet ist. Das traditionelle Zeremoniell wird mit einem Richtkranz und einem Richtspruch vom Zimmermann gefeiert. Die Kosten für ein Richtfest zählen zu den Herstellungskosten und sind steuerlich absetzbar.

  • Rohbau

    umfaßt alle Gewerke bis zum Dachstuhl. Dazu gehören Betonarbeiten, Mauerarbeiten, der Einbau von Betontreppen sowie das Errichten des Dachstuhls. Traditionell wird die Beendigung des Rohbaus mit der Feier des Richtfestes begangen.

  • Rohdichte

    gibt das Raumgewicht eines trockenen Baustoffs einschließlich Poren und Zwischenräumen in Kilogramm pro Kubikmeter oder Kubikdezimeter an.

  • Rohre

    werden für die Versorgungsleitungen im und am Haus verlegt. Die Materialien und Formate sind je nach Funktion der Rohre unterschiedlich: Es gibt zum Beispiel Rohre aus Kunststoff, Kupfer oder verzinktem Stahl, in denen unter Druck das Wasser für Haus und Heizung geführt wird. Allgemein bestehen Abflußrohre aus Steinzeug, Gußeisen oder Kunststoff. Rohre, die außerhalb des Hauses verlegt werden, müssen frostsicher in mindestens 80 Zentimeter Tiefe verlegt werden. Alle Rohrleitungen im Haus sollten schallsicher installiert sein.

  • Rolladen

    bestehen aus einem Rolladenpanzer, dessen einzelne Profilstäbe bei Aluminium und Kunststoff ineinandergeschoben oder durch Gurte und Kettenglieder in der Holzausführung miteinander verbunden werden. Führungsschienen sorgen für einen ruhigen Lauf; der aufgerollte Panzer wird im Rolladenkasten untergebracht. Die Bedienung des Rolladens erfolgt immer von innen, meist mechanisch über einen Gurtzug. Elektrische Antriebe sind ebenfalls erhältlich.

  • S

  • Sachwert

    benennt die Summe aus dem Boden- und Bauwert. Der Sachwert bietet bei selbstgenutzten Immobilien unter Berücksichtigung der Gesamtsituation den üblichen Anhaltswert zur Festsetzung des Beleihungswerts. Dieser Beleihungswert entspricht im allgemeinen dem Wert, der bei einem späteren Verkauf unter normalen Umständen erzielt werden kann.

  • Sanierputz

    sind fertiggemischte Trockenmörtel, deren Zusammensetzung einen dauerhaften Putz auch auf feuchtem, versalztem Mauerwerk gewährleistet. Sanierputze lassen Wasserdampf durch, weisen jedoch Wasser ab - dadurch kondensiert die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk nicht mehr auf der Oberfläche des Putzes. Sanierputze unterstützen eine Horizontalsperre bei der Sanierung von feuchtem Mauerwerk. Sanierputze werden üblicherweise zwei Zentimeter dick und nur bis zu einer gewissen Höhe der Fassade aufgetragen. Nicht zu verwechseln mit Sperrputzen!

  • Schall

    Belästigungen durch Geräusche können das Wohlbefinden erheblich beeinflussen. Lärm wird auf unterschiedliche Arten von einem Raum in den anderen übertragen. Unterschieden wird dabei in Luft-, Körper- und Trittschall.

  • Schimmelpilz

    bildet sich in einer feuchten und kühlen Umgebung an einer kalten Wand oder Decke bei nicht ausreichender Luftzirkulation.

  • Schindeln

    sind flache Holz- oder Steinbrettchen zur Dacheindeckung und Verkleidung von Hausfassaden.

  • Schlüsselfertiges Bauen

    bezeichnet die komplette Errichtung eines Wohnhauses oder einer Wohnung durch einen Bauträger. Meist übernehmen Subunternehmerdie einzelnen Gewerke.

  • Schlussabnahme

    Bei der Schlußabnahme wird geprüft, ob die Gebäude entsprechend dem Bauantrag fertiggestellt wurden.

  • Schwarzarbeit

    wird verrichtet, wenn jemand wirtschaftliche Vorteile in erheblichem Umfang durch die Ausführung von Dienst- oder Werkleistungen erzielt, obwohl er seine Leistungen nicht der Steuer und sonstigen Sozialabgaben unterwirft. Sowohl derjenige, der Schwarzarbeit leistet, als auch derjenige, der Schwarzarbeiter beauftragt, handelt ordnungswidrig und kann mit Geldbußen bestraft werden.

  • Schwelle

    heißt die untere Begrenzung zwischen Tür und Fußboden.

  • Selbstbau

    bezeichnet die Eigenleistung am Bau.

  • Statik

    ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Bauplanung, der Baugenehmigung und der Bauausführung: Die Statik weist die rechnerische Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Hauses und der einzelnen Bauteile nach. Im Baugenehmigungsverfahren wird die Statik geprüft und mit der Rohbauabnahme bestätigt.

  • Steckdosen

    sollten bei der Planung der elektrischen Leitungen schon zahlreich und an den richtigen Plätzen berücksichtigt werden.

  • Stellplätze

    nennt man Flächen zum Abstellen von Kraftfahrzeugen.

  • Strahlungswärme

    Wärmestrahlen sind elektromagnetische Wellen, die ein warmer Körper an einen anderen Körper abgibt. Die Luft zwischen ihnen erwärmt sich nicht. Strahlungswärme empfindet der Mensch als sehr angenehm, die Wärmeabgabe durch Konvektion hingegen eher als unangenehm. Daher sind Heizkörper mit hohem Strahlungsanteil vorzuziehen. Je größer die Fläche, die der Heizkörper einnimmt, desto weniger bewegt sich die Luft und desto behaglicher ist die Wärme.

  • T

  • Tapete

    sind die häufigste Form der Innenwandgestaltung. Unterschiedliche Sorten sind auf dem Markt: Papiertapeten stellen den größten Anteil auf dem Tapetenmarkt dar. Die Bahn wird in mehreren Farbdurchläufen auf der Vorderseite bedruckt. Profiltapeten entstehen, wenn die Oberfläche mit aufschäumbaren Farbpasten reliefartig geformt wird. Durch die Licht- und Schattenwirkung des Reliefs gewinnt die Struktur eine räumliche Dimension. Textiltapeten nennt man Tapeten, bei denen Kettfäden, Gewebe oder Gewirke auf Papierträgern gebracht werden. Je nach Art und Dichte der Textilien können Untergrund oder Oberfläche bedruckt werden. Kunststofftapeten erhalten eine wasserabweisende Lack- oder Folienschicht, zum Beispiel aus Vinyl, und sind daher besonders für Feuchträume geeignet. Metalltapeten bestehen aus auf Papier kaschierten Metallfolien, meist aus Aluminium. Sie erhalten durch Ätzen, Drucken, Oxidieren und andere spezielle Oberflächenbehandlungen interessante Effekte. Naturwerkstofftapeten erhält man, wenn Naturmaterialien wie Gräser, Sand, Kork, Blätter, Holzfurniere oder ähnliches auf dem Papierträger kaschiert werden. Velourstapeten enthalten geflockte Textilfasern, die auf kleberbeschichtetes Papier aufgebracht werden. Eine samtartige Oberfläche entsteht - meist traditionell gemustert.

  • Teilbaugenehmigung

    gilt nur für bestimmte Bauabschnitte, ohne dass damit die Baugenehmigung für das gesamte Bauvorhaben sichergestellt ist.

  • Teppichboden

    wird im Tufting-Verfahren hergestellt. Diese Technik nadelt die Faser, meistens Polyamid, in das vorgefertigte Trägermaterial ein.

  • Traufe

    heißt der untere Abschluß eines Steildachs. Dazu gehören Regenrinnen und Zuluftöffnungen für die Hinterlüftung.

  • Trennwand

    heißt eine Innenwand mit raumtrennender, aber ohne tragende Funktion.

  • Treppe

    verbinden zwei Stockwerke. Die Entscheidung für eine der zahlreichen Treppenvarianten hängt von den Anforderungen an die Sicherheit, vom Platzbedarf sowie vom Geschmack und Budget des Bauherrn ab. Sicherheit steht beim Treppenbau an erster Stelle: Mit Planung und Ausführung sollte ein Fachmann beauftragt werden.

  • U

  • Überbau

    Hat der Eigentümer eines Grundstücks das Gebäude weder vorsätzlich noch grob fahrlässig über die Grenze gebaut, so muss der Nachbar den sogenannten Überbau dulden - es sei denn, er erhebt unmittelbar vor oder nach der Grenzüberschreitung Einspruch.

  • Unterzug

    heißen Deckenträger, die auf der Oberseite in gleicher Höhe mit der Decke abschließen, auf der Unterseite aber herausragen.

  • V

  • Verblender

    heißen Steine oder Ziegel, die zur Verblendung von Fassaden eingesetzt werden. Als Verblender kommen Vormauerziegel undKlinker oder Kalksandsteine zum Einsatz.

  • Vermessung

    ist in landesrechtlichen Vorschriften geregelt und durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure durchzuführen.

  • Vordach

    ist nicht nur ein Schutz vor der Eingangstür gegen Wetterunbilden, sondern auch ein gestalterisches Element.

  • W

  • Wasserwaage

    hilft beim lot- und waagerechten Aufbau von Bauteilen. Sie bestehen aus Holz oder Metall und sollten mindestens achtzig Zentimeter lang sein.

  • Wintergarten

    heißt ein baugenehmigungspflichtiger Anbau an Wohnhäusern, bei dem es sich meistens um eine Konstruktion aus Glas oder einer Kombination aus Glas und Holz, Stahl oder Aluminium handelt. Günstig erweisen sich Süd- oder Südwestorientierungen und eine steile Dachneigung. Für die Planung entscheidend ist die spätere Nutzung. Verschattungsvorrichtungen sind notwendig, damit es im Sommer nicht zu heiß wird. Energiesparend wirken sich Wintergärten nur aus, wenn sie vom eigentlichen Wohnbereich abgetrennt werden können, nicht beheizt sind und über Fußboden oder Rückwand verfügen, die die Wärme der einfallenden Sonnenstrahlen speichern.

  • Wohnfläche

    umfaßt die Fläche der Räume eines Hauses oder einer Wohnung, die ausschließlich zum Wohnen dienen. Sie wird anhand der Rohbaumaße abzüglich drei Prozent für Innenputz ermittelt. Räume, die zur Nutzfläche zählen, werden mit der halben Grundfläche angerechnet. Bei ausgebauten Dachgeschossen zählt die Fläche unter den Schrägen ebenfalls nur anteilig. Die genaue Berechnung hängt jedoch von den jeweiligen Bestimmungen der Landesbauordnungen ab.

  • Wohnraum

    ist jeder zum Wohnen, Schlafen, Essen, Kochen und zur sonstigen privaten Nutzung bestimmter Raum im Inneren eines Gebäudes. Hierzu gehören auch Nebenräume wie Bad, Flur und Abstellräume.

  • Z

  • Zertifizierung

    Überprüfung und Bewertung von Produkten, Unternehmen und Personen hinsichtlich der Übereinstimmung mit den Anforderungen, die in den anerkannten Regeln der Technik und Normen festgelegt sind. Diese Überprüfung wird von einer Stelle durchgeführt, die neutral, von Wirtschaftsinteressen unabhängig und in ihren Entscheidungen nur der Sache verpflichtet ist.